Jahr
2025
Ort
MÜNCHEN, DEUTSCHLAND
Künstler
RUBERT HUBER
Projektpartner
PINAKOTHEK DER MODERNE (BAYERISCHE STAATSGEMÄLDESAMMLUNGEN), ARS ELECTRONICA SOLUTIONS, RUBERT HUBER

Rotunda. Begegnungsmusik

Der Komponist und Musikkünstler Rupert Huber hat eine immersive Klanginstallation für die Rotunde, den monumentalen Eingangsbereich der Pinakothek der Moderne in München, geschaffen. Das charakteristische Timbre des Irvine Instruments bildete dabei das klangliche Fundament der Installation.
Sketch for "Music of Encounters". / Skizze zu "Begegnungsmusik". © Rupert Huber, Begegnungsmusik Skizze
© Rupert Huber, Begegnungsmusik Skizze

Der scheinbar leere architektonische Raum verwandelte sich durch die Besucherinnen und Besucher des Museums in einen lebendigen Klangkörper. Ihre Bewegungen lösen einzelne Klangsequenzen aus, die sich zu einer vielstimmigen Komposition verdichteten – ein musikalisches Spiegelbild ihrer physischen Präsenz. Indem ihre Anwesenheit Klang und ihre Abwesenheit Stille erzeugte, wurden die Besucherinnen und Besucher selbst Teil der Komposition. Die momentbezogene Musik entstand aus einer facettenreichen Klangbibliothek, die Huber mit dem Irvine und vier weiteren Instrumenten – Viola, Flöte, Klavier und Bass – erschaffen hatte.

Die ortsspezifische Klanginstallation knüpfte an das Kunstwerk Symphonie der Begegnungen an, das Rupert Huber in Zusammenarbeit mit AVL, der Technischen Universität Graz und der AVL Cultural Foundation entwickelt hatte. Wie schon bei Symphonie der Begegnungen kommt auch bei Begegnungsmusik eine interaktive Sensortechnik zum Einsatz (diesmal entwickelt von Ars Electronica Solutions). Die in der Kuppel der Rotunde installierten Sensoren und Lautsprecher übersetzten die Bewegung der Besucherinnen und Besucher in Musik – der Raum wurde somit selbst zum Kunstwerk. 

Um die Quelle seines einzigartigen Klangs zu enthüllen, wurde das Irvine in der Rotunde während der Abschlusswoche des Projekts ausgestellt und stellte damit seinen ersten öffentlichen Auftritt außerhalb Österreichs dar. Rupert Hubers künstlerische Interventionen am Irvine bildeten einen gelungenen Abschluss des Projekts.